Das MacWintosh - oder Symbiose von OSX und Windows
13.December 2006
Gerade als Mac Umsteiger (neudeutsch: “Switcher”) steht man vor einem Problem:
Der Mac (besonders die neue Intelhardware) ist stabil, schnell und sicher, die Oberfläche überzeugt und der Unix Untersatz ermöglicht über Fink (Drittsoftware) das Zurückgreifen auf den freien Softwarepool.
Als eingefleischter Windowsnutzer kommt früher oder später an den Punkt:
Gibt es Produkt X auch für den Mac - hat es diese oder jene Funktion, kann es Daten mit dem alten Produkt austauschen?
Oder mal eben jene kleine .exe ausführen…
Ein Problem, das dank Bootcamp der Vergangenheit angehört, denn nun läuft Windows ja auch auf den neuen Macs.
Aber für die klickmich.exe alle Fenster schließen, Downloads beenden, Dokumente abspeichern? Wer macht das schon.
Die Lösung bietet Parallels Desktop, eine Emulation von PC Hardware macht es möglich Windows virtuell unter OSX laufen zu lassen.
Nach dem Starten von Parallels wird dank erleichterter Installationsroutine nur die Serial eingegeben, Treiberinstallation und sonstige Klickereien nimmt einem das Tool ab. Man hat ein Windows im Fenster.
Soweit nichts neues. Jedoch war bislang der Datentransfer zwischen virtueller Maschine (VM) und Gastsystem OSX schwierig, Netzwerke und Datenträger wurden unterstützt und zudem musste man zwischen Windowsfenster und OSX hin und herschalten.
Die neue Beta Version von Parallels (30Tage Demo) mit dem neuen “Coherence Mode” bindet nun Windows direkt in die OSX Oberfläche ein. Man kann sogar die Taskleiste auf dem Schreibtisch ablegen. Programme laufen in einem eigenen OSX Fenster. So kann man z.B.: Windows Outlook oder andere Windowssoftware neben regulären OSX Anwendungen auf dem Schreibtisch/Dock verwalten (ohne lästiges umschalten).
Der Fullscreenmode ist auf jejden Fall performant genug um mit Office und Co so zu arbeiten als säße man an einem reinen Windows PC (für 3D Spiele sollte man dann doch zu Bootcamp greifen). Zudem kann man auch die Apple Funkmouse nutzen für welche es derzeit noch keine Windowstreiber gibt
)
Ein weiteres Plus: Man kann direkt von Bootcamp Partitionen booten. Hierzu muss lediglich einmal in Bootcamp gebootet werden und dort ein Windowstool ausgeführt werden.
Anschließend steht unter OSX die Bootcamp Installation komplett zur Verfügung.
Einziger Wehrmutstropfen derzeit: Nach dem Starten von Bootcamp nativ bzw. Bootcamp unter Parallels wird da dem Biebssystem zu große Hardwareänderungen auffallen (Parallels spielt Windows ja andere Hardware vor) eine Produktaktivierung vor, die nach einigen Malen zur telefonischen Aktivierung führt.
Dies gilt nicht für Windows Home/Pro der Corporate Versionen (denn die benötigen keine Aktivierung).
Dieses Tool macht den Mac zur windowsfreundlichen Systemumgebung mit Kompatibiltät sowie Komfort auf sicherer Basis.
Fragen und Anregungen willkommen.
Artikel gespeichert unter: OSX und Windows


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